Samstag, 9. Februar 2013

Hagebuttenrezepte aus der Vogelsberger Kräuterschule

Rezepte aus der Vogelsberger Kräuterschule

Hagebutten
Hagebutte
Wie in meinem Blogbeitrag über die Hagebutte versprochen habe ich Euch hier ein paar meiner Lieblingsrezepte zusammengestellt. Übrigens war die Hagebutte der Göttin Freyja gewidmet. Sie ist die Schutzgöttin der Frauen. Hagebutte soll Gebärenden Hilfe und Beistand gewähren. Nun aber zu meinen Rezepten:


Hagebuttentee:

Brrr... Eiseskälte, jetzt muss ein Wintertee her. 3 Hand voll frische Hagebutten, etwas zerstoßen, mit 1 Liter Wasser 10 Minuten ganz leicht köcheln lassen. Durch ein Sieb gießen, in das ein sauberes Baumwoll- oder Leinentuch eingelegt ist. Nach Geschmack mit Honig, Birnendicksaft oder Zitrone versetzen.

Alternativ: Die getrockneten Schalen und Kerne 15 Minuten aufkochen und durch ein Teesieb geben.


Hagebuttenmark:

Von den im Spätherbst/Winter frisch geernteten Hagebutten die  Ansätze abschneiden, waschen,
1 kg Früchte in einen Emailletopf geben, knapp mit Wasser bedecken, bei schwacher Hitze weich kochen, durch ein feines Sieb treiben. Immer nur kleine Mengen durchdrücken. Das Mus einfrieren oder mit Zucker oder Honig weiter verarbeiten.


Heckenrose-Blütenessenz:

An einem prächtigen Sonnentag ein dünnwandiges Glasschälchen oder ein Weinglas zur Hälfte mit gutem Quellwasser füllen, die Blüten auf die Wasseroberfläche gleiten lassen und das Behältnis an einem ausgesucht schönen und friedlichen Platz ins Sonnenlicht stellen. 5 Stunden in der Sonne stehen lassen. Danach abfiltern und in dunkle Fläschchen füllen. Wer sich ein Vorratsfläschchen schaffen möchte, konserviert mit ein paar Tröpfchen reinem Alkohol oder biologischem Apfelessig.


Hagebuttenpulver:

Die frisch geernteten Hagebutten werden hälftig aufgeschnitten, der Ansatz entfernt und bei kleinster Hitze im Backofen auf Backpapier oder in einem Dörrapparat getrocknet. Nach zwei Tagen mahlt man sie in der Kaffeemühle sehr grob. Danach erst werden die Juckhärchen abgesammelt, indem die Hagebuttenschnetzel in einer Schüssel gerüttelt werden. Danach werden sie noch einmal auf einem Tuch ausgebreitet und sorgfältig auf Resthärchen gesichtet. Jetzt kann man bei Bedarf noch einmal feiner mahlen. Das Pulver in Smoothies, Kräuterlimonaden, Süßspeisen, Soßen oder pur mit Wasser einnehmen.

Alles liebe aus dem Vogelsberg wünscht
Kräuterfrau Hildegard Kita
www.kraeuterkunde-die-ausbildung.de